Sich bewegende Objekte
Die meisten Objekte, die die SDSS sieht sind so weit weg, dass sie sich nicht
zu bewegen scheinen. Der Großteil der Sterne im Himmel bewegen sich so langsam, dass
du keine besondere Veränderung über deine ganze Lebenszeit feststellen würdest.
Aber einige Objekte sind viel naher an der Erde, so dass sie sich viel schneller über
den Himmel bewegen. Die Planeten bewegen sich über den Himmel - unser Wort "Planet" kommt
von dem griechischen Wort für "Wanderer". Wenn du den Himmel aufmerksam beobachtest, kannst
du sehen, wie sich die Planeten von Nacht zu Nacht bewegen. Mit einem großen Teleskop kannst
du die Planeten direkt vor deinen Augen bewegen sehen!
Die Planeten sind die größten, bekanntesten sich bewegenden Himmelsobjekte. Aber als
sich unser Sonnensystem bildete, formte sich nicht die gesamte Materie zu Planeten. Wenn
ein Planet versucht hat sich in der Nähe von Jupiter zu bilden, riss die enorme Schwerkraft
des Jupiters es auseinander. Deswegen hat das Sonnensystem eine Menge übriggebliebener Trümmer,
hauptsächlich zwischen den Umlaufbahnen des Mars und Jupiters.
Der erste Asteroid wurde 1801 von dem italienischen Astronom Giuseppe Piazzi entdeckt.
Als erstes dachte er, er hätte einen Kometen entdeckt. Aber nachdem er seine Umlaufbahn
ausgerechnet hatte, stellte er fest, dass er einen komplett neuen Objekttyp zwischen
Mars und Jupiter entdeckt hatte.
Asteroiden
Die meisten Asteroiden sind kleine Gesteinsbrocken, die ein paar Kilometer
messen. Der größte wird Ceres genannt und misst etwa 900 im Durchschnitt.
Aber große Asteroiden sind selten: es gibt nur 26 bekannte Asteroiden, die
größer als 200 km sind. Die ganze Masse von all den Asteroiden entspricht wahrscheinlich
ungefähr der Masse der Erdmondes.

Asteroiden sind so nahe, dass sie sich schnell über den Himmel bewegen. Das SDSS Teleskop
nimmt Bilder durch 5 Filter auf, einer nach dem anderen.
Ist der Asteroid nah genug, scheint er sich zwischen den Filtern zu bewegen.
Du kannst auf dem rechten Bild einen Asteroiden sehen, der sich sehr schnell bewegt.
Der Asteroid bewegte sich, als das Bild aufgenommen wurde, in jedem Filter.
Beachte dass der rote und grüne Streifen näher zusammen sind, und der blaue Streifen
weiter entfernt. Obwohl die SDSS Bilder durch fünf Filter aufnimmt, verwenden Astronomen
nur drei Bilder, um das Farbbild zu machen, das du siehst. Farbbilder am Computer werden so
gemacht, indem man die roten, grünen und blauen Bilder kombiniert. Um SDSS Bilder aufzunehmen,
macht der i Filter das rote Bild, der r Filter macht das grüne Bild und der g Filter macht das
blaue Bild. (Beachte: die Verwendung der Bildfarben in den Filtern ist nicht vergleichbar mit den
Lichtfarben, die die Filter sehen.)
Schau dir das untere Bild an, das die SDSS Kamera zeigt. Betrachte die Kennzeichnungen
in den oberen linken Ecken der mittleren Quadrate. Du kannst sehen, dass die r und i Filter
nahe bei einander liegen, und dass der g Filter am anderen Ende ist. Deswegen vergeht mehr Zeit
zwischen den roten und blauen Bildern, als zwischen den grünen und roten Bildern. Der Asteroid
bewegt sich weiter in dieser Zeit. Deswegen ist der blaue Streifen so weit von den anderen
Streifen in dem oberen Bild entfernt.
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Eine Zeichnung der SDSS Kamera. Die r und i Filter
sind in dem oberen Bereich der Kamera, währen die g Filter weiter unten liegen.
Klicke auf das Bild für eine größere Ansicht. |
Die meisten Asteroiden bewegen sich viel langsamer als der obige. Der Großteil
bewegt sich kaum während das Bild aufgenommen wird, und viele bewegen sich nicht mal
sonderlich zwischen den r und i Filtern. Da aber der g Filter auf der anderen Seite
der Kamera ist, wird sich der Asteroid viel weiter bewegen, bis der g Filter ein Bild
dieses Himmelsgebiets aufgenommen hat. Du wirst sehen, dass man für solch einen langsamen Asteroiden
einen gelben Punkt (die Kombination von rot und grün) neben einem blauen Punkt
sieht!
Die rechte Animation zeigt was passiert, wenn die SDSS Filter einen Teil des Himmels
mit einem langsamen Asteroiden einscannen. Der Asteroid ist der braune Punkt, der sich quer
übers Bild bewegt. Die Animation zeigt die r, i und g Filter der Kamera, die über den Himmel
streifen. (In Wirklichkeit funktioniert es genau anders herum - die Kamera steht still und
der Himmel bewegt sich während der Nacht.) Die Kamera nimmt ein Bild des Asteroiden durch die r
und i Filter auf (welche nebeneinander liegen), und hinterlässt einen gelben Punkt. Als der g
Filter den Asteroiden einscannt hat sich dieser bewegt; er erscheint als ein blauer Punkt in
seinem neuen Platz.
In dem letzten Bild der Animation ist der Asteroid verschwunden und hinterlässt nur das
Bild, das von der SDSS gesehen werden würde. Also zeigt dir diese Animation, wie du Asteroiden
finden kannst - schau dich einfach nach einem gelben und einem blauen Punkt um, die nahe beieinander
liegen!
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